Siegertreppchen für BHKW von Onsite Energy

21.01.2016 | Text: Caren-Malina Butscher | Bilder: Osram

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Ein Gasaggregat von MTU Onsite Energy ist als „BHKW des Jahres 2015“ ausgezeichnet worden. Die Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungsanlage hat es von elf Nominierten auf den 1. Platz geschafft. Die abgasarme Anlage versorgt das Werk des Leuchtmittel-Herstellers Osram im bayerischen Eichstätt mit Strom, Wärme und Kälte. Gewählt wurde das BHKW durch eine Fachjury des Bundesverbandes Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK) aus elf Anlagen, die vom Januar bis November 2015 das Fachmagazin „Energie & Management“ als „BHKW des Monats“ vorgestellt hat. Die Gammel Engineering GmbH im niederbayerischen Abensberg hat die Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungsanlage (KWKK) geplant und dafür den Preis für das beste Blockheizkraftwerk des Jahres 2015 erhalten.

Wesentliche Steigerung der Umwelteffizienz
Das bei MTU Onsite Energy Gas Power Systems in Augsburg hergestellte Gasmotoraggregat des Typs 16V 4000 L64 liefert eine elektrische Leistung von 1.999 Kilowatt und rund 1.900 Kilowatt Wärmeleistung. Das Beratungs- und Ingenieurbüro Gammel hatte im Vorfeld die bisherigen Lastgänge am Standort ermittelt und den zukünftigen Bedarf auf Basis der strategischen Unternehmensentwicklung errechnet. Die Energiezentrale kann aber noch mehr als die bekannte Kraft-Wärme-Kopplung (KWK): Sie liefert im Winter Wärme für die Produktionshallen und im Sommer Kälte für die Kühlung der Maschinensteuerungen und Laser. Das erledigt eine neu installierte Absorptionskältemaschine, die 32 über das Werk verteilte elektrisch angetriebene Kompressionskältemaschinen ersetzt und damit die Energie- und Umwelteffizienz am Standort wesentlich steigert. Zudem erhöht die warmwasserbasierte Kälteerzeugung in Zeiten schwacher Wärmenachfrage die Auslastung der KWK-Anlage. Das überzeugte auch die Jury.

8.000 Vollbenutzungsstunden pro Jahr
Die erzeugte Wärme des Aggregates deckt einen großen Teil des Wärmebedarfs im
Werk ab. Das Gasaggregat erreicht eine Auslastung von mehr als 8.000 Vollbenutzungsstunden pro Jahr. Sein elektrischer Wirkungsgrad liegt bei 44,3 Prozent, der Gesamtwirkungsgrad beträgt etwa 86 Prozent. Der erzeugte Strom wird komplett ins eigene Netz eingespeist: Auf diese Weise werden am Standort 16 Millionen kWh Strom erzeugt und direkt im Unternehmen verbraucht, was etwa der Hälfte des Jahresbedarfs entspricht – ein weiterer Aspekt, der bei der Jury ankam. Denn die hohe Auslastung der Anlage führt dazu, dass in Eichstätt die Hälfte des verbrauchten Stroms erzeugt und 91 Prozent der Heizwärme und 73 Prozent des Kühlbedarfs in der Produktion abgedeckt werden.

Osram mit Hauptsitz in München ist ein weltweit führender Lichthersteller mit einer mehr als 100-jährigen Geschichte. Das Portfolio reicht von High-Tech-Anwendungen auf der Basis halbleiterbasierter Technologien, wie Infrarot oder Laser, bis hin zu vernetzten intelligenten Beleuchtungslösungen in Gebäuden und Städten. Das Werk in Eichstätt besteht seit 1962. Gefertigt werden dort vor allem Halogenlampen, aber auch Kino- und Autolampen sowie energiesparende LED-Leuchtmittel.

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