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Drei Weltrekorde – und MTU – für den Gipfel

20.02.2018 | Text: Lucie Maluck | Bilder: Matthias Fend, Matthias Ferchl

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Die neue Seilbahn, die auf die Zugspitze führt,  ist eine Bahn der Weltrekorde: Keine andere Seilbahn der Welt überwindet mit mehr als 3.200 Metern Abstand von der Stütze bis zur Bergstation eine größere Entfernung. Sie hat mit 127 Metern die weltweit höchste Stahlbaustütze. Und die Seilbahnkabinen bewältigen auf einer Gesamtlänge von 4,5 Kilometern einen Höhenunterschied von knapp 2.000 Metern. 

Die Kraft, diese enormen Höhenunterschiede zu bewältigen, bekommt die Seilbahn aus dem eigenen Mittelspannungsnetz, in das auch ein Blockheizkraftwerk seine Energie speist. Sollte der Strom ausfallen, stehen zwei Dieselmotoren von MTU bereit. Die 18-Zylinder-Motoren der Baureihe 2000 sind das Herzstück zweier Generatoren  des hessischen Aggregateherstellers POLYMA Energiesysteme GmbH, der das Gesamtpaket an die Bayerische Zugspitzbahn geliefert hat. Die Generatoren liefern je 1.250  kVA Strom und erreichen innerhalb von 15 Sekunden ihre volle Leistung. „Wenn wir einen Stromausfall haben sollten, bleibt die Seilbahn kurz stehen, doch sobald die MTU-Motoren laufen, fährt sie wieder los und wir können die Seilbahn weiter normal betreiben“, erklärt Matthias Ferchl. Er ist Betriebsleiter Eisenbahn und Leiter der Stromversorgung bei der Bayerischen Zugspitzbahn. Die Generatoren können auch parallel mit dem Mittelspannungsnetz laufen um beispielsweise den monatlichen Probelauf unterbrechungsfrei zu testen. 

Die Besucher, 120 in jeder Seilbahnkabine und bis zu 580 pro Stunde, haben für diese technischen Feinheiten kein Auge. Wenn sie die Talstation verlassen haben, bietet sich ihnen jeden Meter, den sie höher fahren, ein grandioseres Alpenpanorama. Auf dem Gipfel können sie sich dann ab Juli in einem neuen Panorama-Restaurant verwöhnen lassen, das derzeit noch gebaut wird.

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