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Hoch hinaus

01.09.2016 | Text: Yvonne Wirth | Bilder: Fotolia LCC

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435 Meter hoch ragt der Borj-e Milad, der „Turm der Geburt“, in den Himmel Teherans. Er ist der höchste Turm im Iran und der sechst höchste Fernsehturm der Welt. Bereits aus der Ferne ist der Borj-e Milad, der auf einer kleinen Anhöhe im Stadtteil Gischa steht, eine echte Augenweide. Seine Form mit dem achteckigen Sockel verbindet die moderne und traditionelle iranische Architektur. Der Koloss bietet seinen Besuchern bereits im unteren Bereich auf sechs Stockwerken 63 Geschäfte, 11 Imbisse, eine Cafeteria sowie eine Ausstellung. Weiter geht es mit dem Aufzug nach oben. Auf 250 Metern Höhe erreicht man den größten Turmkorb der Welt. Mit 12 Stockwerken auf einer Fläche von 12.000 Quadratmetern verteilt, gibt es hier ausreichend Platz für mehrere Aussichtplattformen, eine Kunstgalerie, ein Museum über prominente Personen aus dem Iran und ein drehbares Restaurant mit 400 Sitzplätzen. Oberhalb des Turmkorbes befindet sich der vierstufige Antennenmast mit einer Höhe von 120 Metern. Die untere Stufe des Mastes dient zur Übertragung von Telefongesprächen, die drei oberen Stockwerken sind zur Übermittlung der Frequenz für den staatlichen Hörfunk- und Fernsehsender.

Damit all dies möglich ist, liefert ein Zwanzigzylinder-Aggregat von MTU Onsite Energy seit Ende letzten Jahres Strom, Wärme und Kälte. Die erdgasbetriebene Kraft-Wärme-Kälte-Anlage mit einem MTU-Motor der Baureihe 4000 liefert eine elektrische Leistung von 1.948 Kilowatt bei einem effektiven Wirkungsgrad von etwa 70 Prozent. Im Inselbetrieb wird zuerst der vom Fernsehturm selbst benötigte Bedarf an Strom, Wärme und Kälte gedeckt. Wird mehr Strom als nötig produziert, wird dieser in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Der MTU-Partner Tanir ESCO hatte bei diesem Projekt sowohl das komplette Engineering als auch die Montage vor Ort in seinem Verantwortungsbereich und übernimmt jetzt die Wartung und sonstige Serviceleistungen. Auch die Inbetriebnahme wurde von ihm durchgeführt. Im Iran wird immer öfter auf Erdgas als Energiequelle zurückgegriffen, um den Ausstoß an Kohlendioxid und anderen Schadstoffen wie beispielsweise Schwefel- oder Stickoxide zu reduzieren.


Der Inhalt der Beiträge entspricht dem Stand zum jeweiligen Erscheinungsdatum. Sie werden nicht aktualisiert. Weitergehende Entwicklungen sind deshalb nicht berücksichtigt.

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