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Von der Flasche zur Flasche

02.09.2016 | Text: Yvonne Wirth | Bilder: Pixabay, MTU Onsite Energy

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Der weltweite Verbrauch von PET-Flaschen boomt. Ob mit Mineralwasser, Softdrinks oder Eistee – überall auf der Welt stehen PET-Getränkeflaschen, in den Verkaufsläden. Etwa 89 Milliarden Liter Wasser werden jährlich in PET-Flaschen abgefüllt. In den USA entspricht dies einem Verbrauch von 1.500 Flaschen pro Sekunde. Allein in Deutschland befinden sich circa 800 Millionen der PET-Flaschen im Umlauf. Doch was passiert eigentlich mit einer leeren Plastikflasche?

Eigener Wärme- und Stromlieferant
Die Firma Vogtland PET GmbH in Neuensalz bei Plauen ist ein Unternehmen in Deutschland, das PET-Getränkeflaschen aufarbeitet. Um den bei diesem Prozess entstehenden Wärmebedarf zu decken und gleichzeitig Stromverbrauchsspitzen abzudecken, setzt die Firma Vogtland PET auf ein erdgasbetriebenes Zwölfzylinder-Blockheizkraftwerk der Baureihe 400 von MTU Onsite Energy in Containerbauweise.

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Um den beim Recycling-Prozess entstehenden Wärmebedarf zu
decken und gleichzeitig Stromverbrauchsspitzen abzudecken, setzt
die Firma Vogtland PET auf ein erdgasbetriebenes
Zwölfzylinder-Blockheizkraftwerk der Baureihe 400
von MTU Onsite Energy in Containerbauweise.

„Entgegen der elektrischen Wärmeerzeugung erhöhen wir mit dem BHKW den Wirkungsgrad auf 90 Prozent und sparen dabei deutlich an Elektroenergie und verhindern gleichzeitig teure Leistungsspitzen“, erklärt Geschäftsführer Uwe Röhn. Die Werkleitung vertraut nicht das erste Mal auf MTU Onsite Energy. Bereits 1990 wurde das erste Aggregat eingesetzt. Damals noch von der Vorgängerfirma MDE Dezentrale Energiesysteme GmbH, welche 2006 von der damaligen MTU Friedrichshafen GmbH übernommen wurde. „Ich habe mich also wegen der guten Erfahrungen in der Zusammenarbeit und der Zuverlässigkeit immer wieder für ein BHKW von MTU Onsite Energy entschieden“, erklärt Röhn.

Von der Flasche zum Regranulat
Seit 2007 verarbeitet Vogtland PET PET-Getränkeflaschen in drei Produktionsschritten zu sogenanntem Regranulat. Im ersten Produktionsschritt werden die zu Ballen gepressten PET-Flaschen vereinzelt und vollautomatisch nach Folien, Metallen, Farben und anderen Fremdstoffen sortiert. Im Anschluss daran werden die Flaschen zerkleinert und nach dem thermoplastischen Kunststoff Polyethylenterephthalat, kurz PET, und der Polyolefin-Fraktion, getrennt und gereinigt. „Um das Prozesswasser zur Reinigung auf die gewünschte Temperatur zu bekommen, nutzen wir die Motorabwärme des Blockheizkraftwerkes“, erklärt Röhn. Die gereinigten und getrockneten PET-Flakes werden im Anschluss dem sogenannten Extruder zugeführt. Bei diesem Vorgang werden die PET-Flakes aufgeschmolzen und zu Strängen geformt, welche wiederum im Wasserbad kurz abgekühlt, danach zerkleinert und kristallisiert werden. Anschließend erfolgt zur Dekontaminierung des Materials eine Festphasenpolykondensation. Das durch diesen Vorgang entstandene reine PET-Granulat wird in einem Folgebetrieb zur Herstellung von neuen PET-Flaschen eingesetzt.

Der Inhalt der Beiträge entspricht dem Stand zum jeweiligen Erscheinungsdatum. Sie werden nicht aktualisiert. Weitergehende Entwicklungen sind deshalb nicht berücksichtigt.

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Volker Prussnat

Tel. +49 341 245210

Email: Volker.Prussnat@mtu-online.com