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Rolls-Royce und Kirloskar kooperieren bei Notstrom für indische Kernkraftwerke

04.02.2015 | Text: Mirko Gutemann | Bilder: MTU

Kirloskar, Kernkraftwerke

Rolls-Royce und der indische Motoren- und Aggregate-Hersteller Kirloskar Oil Engines Ltd. (KOEL) haben eine Absichtserklärung für die exklusive Zusammenarbeit beim Bau und bei der Inbetriebnahme von Notstromaggregaten für Kernkraftwerke in Indien unterzeichnet. Demnach wird Rolls-Royce MTU-Motoren und -Schlüsselkomponenten liefern sowie die Grundlagenkonstruktion und die Aggregate-Auslegung verantworten. KOEL sorgt als Lieferant der Nuclear Power Corporation of India Ltd. (NPCIL) für die Systemintegration und montiert und testet vor Ort in Indien die Aggregate.

„Gemeinsam mit unserem Partner KOEL sehen wir gute Chancen, den indischen Markt im Bereich der Notstromaggregate für Kernkraftwerke zu erschließen“, sagt Dr. Michael Haidinger, Vertriebsvorstand von Rolls-Royce Power Systems. Indien setzt auf Kernkraftwerke, um seinen Energiebedarf langfristig zu decken. So erklärte der indische Premierminister Narendra Modi, dass Kernkraft ein Eckstein der indischen Energieversorgung werde. Bis 2050 soll ein Viertel des indischen Energiebedarfs aus Atomkraft bezogen werden.

„Mit unserer Kooperation bündeln wir unsere Erfahrung und Kompetenz vor Ort mit der Technologieführerschaft von MTU im sensiblen Bereich der Notstromaggregate für Kernkraftwerke“, erklärt Rajendra R. Deshpande, Executive Director of Kirloskar Oil Engines Ltd in Friedrichshafen. KOEL hat bereits knapp 20 Notstromaggregate für Atomkraftwerke in Indien geliefert und ist heute das einzige indische Unternehmen, das Großaggregate an NPCIL liefert. MTU hat in den letzten Jahren zahlreiche Kernkraftprojekte erfolgreich abgeschlossen: MTU-Notstromaggregate sind in verschiedenen Kernkraftwerken in Europa, China und Russland in Betrieb. MTU India Pvt. Ltd. bietet mit seinem Werk in Pune und mit seinem Distributionsnetwerk Vertriebsansprechpartner für Anwendungen in den Bereichen Industrie, Stromerzeugung, Marine und Militär.

Der Inhalt der Beiträge entspricht dem Stand zum jeweiligen Erscheinungsdatum. Sie werden nicht aktualisiert. Weitergehende Entwicklungen sind deshalb nicht berücksichtigt.

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