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Intelligenter Warten 

18.03.2019 | Text: Lucie Maluck | Bilder: Robert Hack

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TBO = Time Between Overhaul – das ist ein Begriff, den es bald nur noch in alten technischen Handbüchern oder in den Archiven der Technikwelt geben könnte. Er sagt voraus, wie lange ein Motor benutzt werden darf, bis er überholt werden, also Teile ausgetauscht werden müssen. Digitale Tools und neue Analysemethoden sorgen zunehmend dafür, dass Teile nicht mehr nach strengen Plänen ausgetauscht oder gewartet werden, sondern erst dann, wenn es tatsächlich notwendig ist. 

„Starre Wartungspläne werden bald der Vergangenheit angehören“, stellt Christian Frey, Projektmanager im Team Digital Analytics, in Aussicht. Denn sie sind nur Durchschnittswerte, die für alle Nutzer gelten – egal, ob beispielsweise ein Muldenkipper durchgehend in der Ebene fährt oder viele Steigungen zu bewältigen hat. Künftig werden Sensoren den Zustand einzelner Komponenten überwachen. Über die Motorsteuerung und das MTU-Konnektivitätstool „Go! Connect“ werden die Sensordaten übertragen – entweder an MTU oder auch an den Kunden selbst. „Experten in unseren Customer-Care-Centern können diese Daten überwachen, analysieren und unseren Kunden empfehlen, wann sie welche Wartungsarbeiten erledigen oder Teile tauschen müssen. “, so Christian Frey. Zugleich können MTU-Experten Modelle entwickeln, die vorhersagen, unter welchen Einsatz- und Umgebungsbedingungen ein Motorteil wie lange hält.

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Über die Motorsteuerung und das MTU-Konnektivitätstool „Go! Connect“ werden die Sensordaten übertragen – entweder an MTU oder auch an den Kunden selbst.

Kraftstoffverbrauch und Wartungen reduzieren
Doch nicht nur für die Wartung einzelner Komponenten helfen die Sensoren und die Analyse. „Mit den Daten können wir unsere Kunden auch dabei unterstützen, ihre Antriebssysteme bestmöglich zu nutzen“, erläutert Tobias Weiss, Teamleiter Analytics bei MTU Digital. MTU-Ingenieure können beispielsweise erkennen, wenn einzelne Motoren einer Flotte mehr Kraftstoff als andere verbrauchen oder einzelne Komponenten schneller verschleißen und dem Kunden dafür Gründe aufzeigen. Die Flotte des britischen Intercity-Express-Programms profitiert bereits von den MTU-Analytikexperten. Diese überwachen den Zustand der 122 Triebwagen. Im Bergbau sollen ab kommenden Sommer die Fahrzeuge eines australischen Minenbetreibers von MTU überwacht werden. 

„Wir stoßen damit in ein neues Wartungszeitalter vor, denn diese Möglichkeiten wollen wir bald allen Kunden bieten. Damit sparen sie vor allem Geld und können sicher gehen, dass ihre MTU-Systeme bestmöglich laufen“, resümiert Tobias Weiss. 

Der Inhalt der Beiträge entspricht dem Stand zum jeweiligen Erscheinungsdatum. Sie werden nicht aktualisiert. Weitergehende Entwicklungen sind deshalb nicht berücksichtigt.

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