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MTU verhilft TUfast zum Gesamtsieg 

23.08.2016 | Text: Caren-Malina Butscher | Bilder: Caren-Malina Butscher/ Formula Student Germany

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Standardlösungen? Nicht bei Formula Student. Innovativ denken, neues wagen, Lösungen abseits des Üblichen finden – dafür steht der internationale Konstruktionswettbewerb auf dem Hockenheimring. Den Gesamtsieg holten am vergangenen Wochenende die Studenten des TUfast Racing Teams: Die Münchner sind eines der von MTU gesponserten Rennteams. Das Team MoRe Modena Racing gewann den MTU-Preis für den „Innovativsten Antriebsstrang“. Die Studenten bewiesen, dass der Motor nicht wie gewöhnlich quer, sondern auch längs eingebaut werden kann.

Die Münchner Studenten des TUfast Racing Teams haben mit ihrem Rennwagen den diesjährigen Konstruktionswettbewerb Formula Student gewonnen. Sie gehören zu den sieben Teams, die von MTU finanziell und mit Teilen aus der Fertigung unterstützt werden. Für den Gesamtsieg standen nicht die reine Geschwindigkeit im Mittelpunkt, sondern auch Konstruktion und Design sowie Beschleunigungs-, Ausdauer- und Kurventests, betriebswirtschaftliches Know-how sowie der Business- und Kostenplan.

A packed house and an electric atmosphere: The sponsors’ awards ceremony on Friday evening.?
Volles Haus und gute Stimmung am Freitagabend bei der Vergabe der Sponsoren-Awards. 

Motor liegt längs anstatt quer
Die Studenten des MoRe Modena aus Italien Racing-Teams zeigten, wie der Antrieb von morgen aussehen kann – und holten damit den MTU-Preis für den „Innovativsten Antriebsstrang“. Der Rennwagen des Teams überzeugte die MTU-Juroren Jürgen Schimmels, Entwicklungsleiter für Sondermotoren und Systeme, Udo Sander, Entwicklungsleiter für  Gasmotoren, und Jörg Andre Reitz, Teamleiter in der Konstruktion. „Das Gewinner-Team hatte ein klasse Konzept mitgebracht: Sie bauten den Motor längs anstatt quer ein. Dadurch liegt der Auspuff nicht Richtung Heck oder Front, sondern seitlich. Der Clou ist, dass der Fahrtwind dadurch diesen Bereich kühlen kann und nichts heiß wird“, erklärt Schimmels. Für die MTU-Juroren ist die Teilnahme an Formula Student immer wieder ein Highlight. „Wir bewerten die studentischen Teams in verschiedenen Disziplinen. Für uns ist es spannend, was sich die Studenten dieses Mal einfallen haben lassen“, sagte Reitz.

Mit Zeit und Fleiß zum Sieg
Einfallsreichtum, Out-of-the-Box-thinking und Leidenschaft – das sind die Komponenten für den Sieg beim Konstruktionswettbewerb Formula Student auf dem Hockenheimring. CFO und Arbeitsdirektor Marcus A. Wassenberg überreichte dem Gewinner-Team aus Italien den mit 3.000 Euro dotieren Preis am Freitagabend. „Es ist klasse zu sehen, wie viel Zeit und Fleiß die Studenten neben ihrem eigentlichen Studium in das Projekt stecken. Ich bin stolz, dass wir mit MTU den Wettbewerb unterstützen“, sagte Wassenberg.

The face(s) of victory: The MoRe Modena Racing team won the award for ‘Most innovative drive train’.?
So sehen Sieger aus: Das Team MoRe Modena Racing holte den MTU-Preis für den „Innovativsten Antriebsstrang“.

Aufgaben eines internationalen Unternehmens
Beim Konstruktionswettbewerb Formula Student bauen Studenten nicht nur ein fahrtüchtiges Auto, sondern lernen Aufgaben eines Unternehmens kennen: Zeitplan einhalten, Probleme lösen, unternehmerisch denken. Dieses Jahr sind 75 Rennwagen mit klassischen Verbrennungsmotoren angetreten und 40 Teams mit elektrisch angetriebenen Fahrzeugen. Die Teams kommen aus 34 Ländern. MTU war auch dieses Jahr mit einem Stand und mehreren Mitarbeitern aus Personalabteilung, Entwicklung und Konstruktion vor Ort. Sie informierten über MTU-Produkte und Einstiegsmöglichkeiten. „Es ist jedes Jahr aufs Neue eine tolle Erfahrung, hier mit dabei zu sein. Vor allem wenn man die Studenten dann vor Ort trifft und sieht, an was sie in den vergangenen Monaten gearbeitet haben“, sagte Yumiko Mathias, die Formula Student zum zweiten Mal vonseiten des Personalmarketings unterstützt.

IFrame

Von MTU gesponserte Teams vorne mit dabei
Die von MTU gesponserten Teams belegten folgende Plätze: Das Rennteam Stuttgart der Universität Stuttgart folgte direkt auf dem zweiten Platz. High Octane der Universität Erlangen-Nürnberg sicherte sich den 4. Platz. Das Team des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) freute sich über den 10. Platz, der 11. Platz ging an die Studenten der Hochschule Weingarten. Die Teams der DHBW Ravensburg und der TU Braunschweig hatten mit Problemen mit dem Motor beziehungsweise der Akkuelektronik zu kämpfen. Das Team Global Formula Racing besetzte mit dem Verbrenner (Oregon State University) Platz 24 und mit dem Elektroauto (DHBW Ravensburg) Platz 11. Die TU Brauschweig Platz 34. In der „Formula Student Electric“, der Klasse für Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb, belegte das KA Raceing Team aus Karlsruhe den 1. Platz.

The race car entered by the TUfast Racing Team from the University of Munich were the overall winners of the Formula Student competition.?
Der Rennwagen des TUfast Racing Team der Uni München holte den Gesamtsieg bei Formula Student.

„Innovation erkennt man erst im Nachhinein“
Die Studenten und Juroren freuen sich bereits auf den Wettbewerb im nächsten Jahr. Dann gibt es eine neue Disziplin: Fahrzeuge ohne Fahrer. „Nicht nur die Autos verändern sich, sondern auch die Disziplinen. Es ist spannend, wie sich der serienmäßige Fahrzeugbau auch auf Formula Student auswirkt. Ich bin gespannt, was uns die Studenten nächstes Jahr präsentieren“, sagte Udo Sander. „Sobald eins der Teams eine neue Idee hat und man diesen Ansatz später bei mehreren Teams sehen kann – dann war es innovativ. Innovation erkennt man eben erst im Nachhinein“, resümiert Schimmels. Bei diesem Prozess ganz vorne mit dabei zu sein, sei das interessante, so der Entwicklungsingenieur.

Say ‘Cheese!’ At the MTU booth, students were able to find out more about the company’s products and entry-level opportunities – as well as creating a photo-souvenir of the occasion. ?
Bitte lächeln! Am MTU-Stand wurden Studenten nicht nur über Produkte und Einstiegsmöglichkeiten bei MTU informiert, sondern konnten auch Erinnerungsfotos machen.


Der Inhalt der Beiträge entspricht dem Stand zum jeweiligen Erscheinungsdatum. Sie werden nicht aktualisiert. Weitergehende Entwicklungen sind deshalb nicht berücksichtigt.

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