Schließen

Wie ein Maschinenbauer digital wird

12.02.2019 | Text: Lucie Maluck | Bilder: MTU

Tags/Keywords

Pro Minute werden weltweit 38 Millionen WhatsApp-Nachrichten verschickt. Wer privat im Internet ein Produkt bestellt, bekommt es spätestens am nächsten Tag geliefert – bald sogar mit Drohnen. In den USA ist der Tesla 3 das viertmeistverkaufte Auto.  Die Digitalisierung ist längst kein Zukunftsthema mehr. Auch Rolls-Royce Power Systems, ein Unternehmen mit über 100-jähiger Maschinenbautradition, ist mitten drin. 

Das Unternehmen transformiert nicht nur sein Produktportfolio – vom Motorenhersteller zum Anbieter kompletter Antriebs- und Energielösungen mit Produkten wie Hybridantrieben oder Microgrids. Auch die digitalen Services und Arbeitsweise ändert sich. In der neu gegründeten Abteilung Digital Solutions beispielsweise arbeiten derzeit etwa 60 Mitarbeiter aus zwölf Nationen zusammen mit agilen Arbeitsmethoden: Sie entwickeln schnell mit kurzen Sprints und in Zusammenarbeit mit Start-ups neue, digitale Produkte, die MTU-Kunden aktuell vor allem im Service zu Gute kommen. „Wir vernetzen unsere Anlagen, überwachen sie, analysieren die Daten und verbessern damit den Betrieb unserer Produkte. Der Kunde bekommt somit den besten Service aus unserem Haus", erläutert Jürgen Winterholler, der als Vice President Head of Digital Solutions die digitalen Aktivitäten Rolls-Royce Power Systems leitet.

Sein Team hat beispielsweise die MTU Go! Plattform entwickelt. Mit Datenloggern werden Daten an diese gesendet und dort aufbereitet. „Diese neue Plattform kombiniert Felddaten mit allen anderen notwendigen Zusatzdaten wie Wartungsplänen und technischer Dokumentation“, erläutert Hubert Maier aus dem MTU-Digital-Team. Je nach Anwendung können Betreiber und Flottenmanager hier die Daten einsehen, die für ihren Einsatz relevant sind und entsprechend agieren.  

Neue Arbeitsweise schaffen Grundlagen für digitales Arbeiten
Die Mitarbeiter des MTU-Digital-Teams zeigen heute schon, wie Mitarbeiter im ganzen Unternehmen zunehmend immer häufiger arbeiten: Hierarchien werden flacher, Arbeitszeiten flexibler, Büros heller und freundlicher, Menschen aus verschiedenen Abteilungen arbeiten intensiver zusammen und mit Kooperationen werden frische Ideen ins Unternehmen geholt. „Damit schaffen wird die Grundlage für moderne, digitale Ideen, die unseren Kunden helfen“, so Winterholler. Das Ziel:  Kunden von Rolls-Royce Power Systems sollen sich um ihre Geschäftskernaufgaben – seien es Fähren zu betreiben, Züge zu fahren, oder Energie zu erzeugen – kümmern, nicht aber um die technischen Details der Produkte von Rolls-Royce Power Systems. 

Digitale Möglichkeiten aus dem Alltag in den Maschinenbau integrieren
Vor allem solle es aber darum gehen, die digitalen Möglichkeiten, die Menschen aus ihrem Alltag kennen, in den Maschinenbau zu integrieren. „Das erwarten die Menschen,  und auch wir von uns“, so Winterholler. 



Der Inhalt der Beiträge entspricht dem Stand zum jeweiligen Erscheinungsdatum. Sie werden nicht aktualisiert. Weitergehende Entwicklungen sind deshalb nicht berücksichtigt.

Ihr Kommentar

Kommentar*:
Name*:


E-Mail*:


Website:





Kontakt

Newsletter