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Bachelor of Racing

05.08.2015 | Text: Alina Welsen | Bilder: Robert Hack, Tim Botzkowski

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Einmal im Jahr dreht sich auf dem Hockenheimring alles um einsitzige Rennwagen der Marke „Eigenbau“. Beim Konstruktionswettbewerb Formula Student Germany treten Hochschulteams aus aller Welt mit selber entwickelten und gebauten Boliden gegeneinander an. Mittendrin ist auch Bernd Fuchsschwanz, der über MTU an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Ravensburg Maschinenbau in der Fachrichtung Produktionstechnik studiert.

Es ist heiß, die Sonne brennt. In der Boxengasse wird geschraubt, getüftelt und diskutiert, während auf der Rennstrecke die ersten Boliden beim Skid Pad, dem Fahren einer Acht, ihr Fahrverhalten demonstrieren. 111 Hochschulteams aus aller Welt tummeln sich Ende Juli, Anfang August auf den Hockenheimring, mit dem Ziel die Juroren von ihren Boliden mit Verbrennungsmotor oder Elektroantrieb zu begeistern. Schnelligkeit allein reicht bei diesem Wettbewerb nicht aus. Vielmehr müssen die einsitzigen und bis zu 160 km/h schnellen Rennwagen auch durch Fahrverhalten, Kraftstoffverbrauch, Design, Kosten und Marketing überzeugen. MTU ist Hauptsponsor des internationalen Events und unterstützt mehrere Teams.

1.)	Interdisziplinäre Zusammenarbeit und Teamarbeit sind bei diesem Projekt wichtig. Im Bild:  Bernd Fuchsschwanz und Teamkollege Jeff Sprenger.?
Interdisziplinäre Zusammenarbeit und Teamarbeit sind bei diesem Projekt wichtig. Im Bild:  Bernd Fuchsschwanz und Teamkollege Jeff Sprenger.

Von der Formula Student in den Beruf

Fast ein Jahr haben Bernd Fuchsschwanz und seine Kollegen vom Global Formula Racing Team für diesen Wettbewerb entwickelt, konstruiert und geschraubt. Über zwei Kontinente hinweg hat das Team, eine Kooperation aus Studenten der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Ravensburg und der Oregon State University, zwei Rennwagen gebaut: einen mit Verbrennungsmotor und einen mit Elektroantrieb. „Formula Student Germany ist für uns in Europa der Auftakt in die Rennsaison. Hier entscheidet sich, ob wir unsere Arbeit gut gemacht haben oder ob wir wichtige Details übersehen haben“, erzählt Bernd Fuchsschwanz, der zusammen mit seinen Kollegen zum dritten Mal in Folge die Formula Student Combustion, den Wettbewerb für die Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, gewonnen hat. Der 22-jährige Maschinenbaustudent ist im Global Formula Racing Team zuständig für das Supply Chain Management. Das heißt er sorgt dafür, dass die notwendigen Bauteile gefertigt werden und zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. „Unser Team ist wie ein kleines Unternehmen. Jeder hat seine Aufgabe, die er eigenverantwortlich managt. Für mich war die Zeit im Team unbezahlbar, denn ich habe so viele Bereiche kennengelernt, meine Stärken entdeckt und gemerkt, wo ich beruflich einmal hin möchte“, so Fuchsschwanz der kurz vor seinem Bachelor-Abschluss steht und ab Oktober bei MTU als Fertigungsplaner anfangen wird.

In der MTU-Sonderfertigung stellen Meister Albert Feiner und Florian Beck spezielle Bauteile für die Rennwagen her.?
In der MTU-Sonderfertigung stellen Meister Albert Feiner und Florian Beck spezielle Bauteile für die Rennwagen her.

Technische Nachwuchskräfte für MTU

Fuchsschwanz ist einer von derzeit 88 jungen Menschen, die ihr Duales Studium bei MTU in den Bereichen Entwicklung, Konstruktion, Analytik, Fertigung und Produktion absolvieren. „Wir investieren viel in die Ausbildung junger Menschen, die Spaß an Technik haben. Denn nur mit den besten Ingenieuren und Fachkräften können wir unseren Kunden auch weiterhin hochwertige Produkte anbieten. Durch die Teilnahme an Projekten wie der Formula Student sammeln die jungen Leute Erfahrungen, die nicht nur für sie selber, sondern auch für uns als Unternehmen interessant sind“, so Martin Stocker, der für die Berufsausbildung und die dualen Studiengänge verantwortlich ist. Derzeit bildet MTU zusätzlich zu den dualen Studenten weitere 275 junge Männer und Frauen im technischen Bereich aus, an 14 verschiedenen Standorten. Um weitere  Nachwuchskräfte für Technik zu begeistern engagiert sich MTU neben der Formula Student in Projekten wie Jugend forscht oder dem Girls Day.IFrame

Der Inhalt der Beiträge entspricht dem Stand zum jeweiligen Erscheinungsdatum. Sie werden nicht aktualisiert. Weitergehende Entwicklungen sind deshalb nicht berücksichtigt.

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